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Nebelhöhle

Die Nebelhöhle ist eine Tropfsteinhöhle mit beeindruckenden Stalagmiten, Stalaktiten und Stalagnaten.

Im Eingangsbereich der zweiten Halle gehen Sie durch einen ganzen Wald von Tropfsteinen. Einige reichen sogar bis an die Höhlendecke.

Höhle hautnah

Immer wieder stehen Tropfsteine mitten im Weg. Zusammen mit der niedrigen Einzäunung, auf die stellenweise ganz verzichtet wurde, ist so ein hautnahes Erleben der Höhle garantiert.

Die Nebelhöhle liegt im Gestein des weißen Jurakalks unweit von Sonnenbühl-Genkingen. Sie ist auf rund 450 m begehbar. Die Temperatur beträgt das ganze Jahr über 8-10° Celsius.

Höhlentourismus hat lange Tradition

Die Nebelhöhle ist nicht nur eine der längsten und schönsten, sondern auch eine der ältesten Schauhöhlen der Schwäbischen Alb.

Bereits 1596 berichtet der Tübinger Geschichtsschreiber Martin Crusius, dass „darein die Leuthe offt mit Lichtern gegangen und kein Ende haben finden können.“

Schon 1715 erscheint die erste ausführliche Beschreibung der Höhle im Druck, weil – so die Begründung – fast täglich einzelne Personen und kleinere Gruppen die Höhle besuchen. Der Höhlentourismus hat hier also lange Tradition. Leider fielen ihm über die Jahrhunderte viele Tropfsteine und mögliche Funde der Ur- und Frühgeschichte zum Opfer.

Impressionen


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"Diese Höle wird das Nebel-Loch genennet. Denn bey heiterm Wetter geht ein Nebel heraus, und folgen darauf Regen und Ungewitter."

Martin Crusius, 1596


"Von Wetters Vorsagungen weißt niemand nichts; dieses aber / daß in biß daher gewesener Kriegs-Zeit / wann eine feindliche Annäherung vermuthet gewesen / viele in der Nähe daselbst wohnende Leuthe / sich mit all ihrer Haab da hinein retirirt haben."

W.C. Wölfing, 1715


"Die Natur eröfnet ihren Liebhabern besonders in dieser Gegend einen vortreflichen unterirdischen Schauplaz in dem berufenen sogenannten Nebelloch, welches 1 Meile von Pfullingen entlegen."

M.G.F. Rösler, 1790


"In dieser ersten Grotte liegen mittelmäßige Felsmassen ... diese sind mit Tropfsteinmasse überzogen, die theils breite, platte Flächen darbieten, theils Stengel, Röhren von einer Schichte zur andern, die denen Orgelpfeifen gleichen; aber schwer mit dem Hammer wegzubringen sind."

Anonym, 1805


"Der alte, bescheidene Name, den das Volk der Höhle gegeben hat, ist das Nebelloch, und rührt wahrscheinlich von ihren Ausdünstungen her."

Gustav Schwab, 1837